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Von Kairo nach Siwa, Februar 2002


Saccara

Als Memphis die Hauptstadt des alten Reiches war entstand im Westen, dort wo das Reich der Toten begann, die Nekropole: Saccara.

Es ist eines der bedeutendsten zumindest eines der mit am häufigsten frequentierten Touristenziele. Bei meinen vorherigen Touren durch Ägypten hab´ ich es nie hierher geschafft. Dieses Mal wollte ich das abstellen und habe mir ein Taxi gemietet.
Wie bei allen touristischen Zielen, so muß man auch hier sehen, dass man nicht auf die "üblichen" Touristenfallen reinfällt. Der Spruch, den mir einer der "Touristenführer" entgegenbrachte, war allerdings besonders dreist: ohne Führer würde kein Tourist eingelassen und er würde sich für ein geringes Entgeld zur Verfügung stellen ...
Da ich für den Tag nichts weiter eingeplant hatte, habe ich mir die Sehenswürdigkeiten in Ruhe angesehen. Es war ein schöner Tag mit Sonnenschein und noch gut erträglicher Hitze. Besser als zu Hause auf jeden Fall. Ich hatte den Abend zuvor noch zuhause angerufen und mit Genugtuung und ein klein wenig Schadenfeude gehört, dass es bei 6 Grad ein bischen regnete ...
Mein Taxifahrer war ein wenig erstaunt, dass ich ziemlich lange für die jeweiligen Stationen brauchte. Der "übliche" Tourist scheint wohl sehr viel schneller die einzelnen Stellen "abzuhaken". Nun ja, aus mir wird nie ein guter Neckermann-Touri ...
In der Mastaba des Ptah-hotep habe ich Glück: ein Professor übt gerade mit einer Studentin das Übersetzen von Hyroglyphen. Interessant, dass man aus den einzelnen Zeichen wirklich etwas herauslesen kann. Ich nehme mir eine halbe Stunde Zeit und höre den beiden fasziniert zu.
Die Sonne ist schon fast untergegangen als ich zu meinem Taxi zurückkehre. Er kann´s gar nicht fassen, als ich ihm sagte, dass ich jetzt alles gesehen habe. Um ehrlich zu sein: an meinen Füßen habe ich schon gemerkt, dass ich den halben Tag dort rumgelaufen bin.
Ich ließ mich dann noch zu einem Besuch einer Teppichfabrik überreden. Hassan, so hieß mein Taxifahrer, kam ohne Umschweife damit heraus, dass er ein "Trinkgeld" für jeden Touri bekommt, den er bei den Läden "abliefert". Da ich mich mit ihm gut verstanden habe und er mir symphatisch war, habe ich ja und Amen gesagt und bin "brav" 10 Minuten durch einen der Läden getigert.
Ein gut gelaunter Hassan fuhr mich dann noch kurz zu den Resten der Stadt Memphis. Außer ein paar Steinresten, die er mir gezeigt hat, gab es aber nicht viel zu sehen.
Zum Abschluss habe ich Ihn noch auf einen Tee eingeladen und über die aktuelle "weltpolitische" Lage gefachsimpelt.
Er hat mich dann an der Nilbrücke im Zentrum von Kairo abgesetzt. Bin dann anschließend zum Kairo-Tower und habe von oben den Blick über die Stadt genossen.


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