Tunesien - Tour April/Mai 2004

www.rettet-klaus.de 

Zurück zu den Reiseberichten


..Tunesien - Startseite

..Intro
 

..Anfahrt
 
..Sbeitla
 
..Douz
 
..Ghilane
 
..Tataouine
 
..Matmata
 
..Tozeur
 
..El Kef
 
..Tabarka
 
..Infos


..

 

Infos


Fährtickets

Tickets sind im Hafen nicht günstiger zu kaufen als im Reisebüro, insbesondere dann nicht, wenn man bei Vorbestellung den vergünstigten "Jasmin"-Tarif bekommen kann. Wir haben unsere Tickets über Walkabout (www.walkabout-travel.de) gebucht: sehr nette Leute, unkompliziertes Prozedere, sehr zu empfehlen. Haben für 2 Personen, 2 Mopeds, 4er Kabine zur 2er Benutzung, Hafengebühren insgesamt 704 Euro gezahlt (pro Nase 130, für´s erste Bike 132, für´s zweite 150, Kabine insgesamt 124 hin und zurück, Hafengebühr 38 Euro).

Einreiseformalitäten


Das ganze Prozedere hab´ich ausführlicher im Kapitel "Anfahrt" dargelegt.


Die Mopeds

Marcus und ich haben die gleiche Maschine: eine BMW F 650 GS Dakar. Das war insofern praktisch, da wir somit die Gelegenheit hatten, Ersatzteile und Werkzeug zu splitten. Es mußte nicht jeder alles für seine Kiste mitnehmen.
Die BMW an sich möchte ich trotz des Gewichts von 187 Kg plus Sprit als "gut geländefähig" einordnen. Ich muss dabei aber sagen, dass ich keine Erfahrungen mit anderen Bikes habe und wir die Strecken auch jeweils so ausgesucht hatten, dass es nicht von vornherein in die "ganz schwierigen" Bereiche hinein ging. Wir sind überall hingekommen, wohin wir wollten. Einige Umfaller waren dabei, aber ich habe in Tunesien keinen getroffen, der nicht ab und zu mal im Sand lag ...
Marcus fuhr mit Metzeler Sahara 3, ich hatte mir den Conti TKC 80 vor der Tour aufziehen lassen. Der Metzeler ist eher ein Allrounder mit Schwerpunkt Straße. Auf den Sandpisten war die Kiste aufgrund der Reifen ungleich schwerer zu fahren, was letztendlich auch zu mehr Umfallern führte. Mit den Conti kam ich weit einfacher durch den Sand. Auf der Straße ist er dem Metzeler allerdings deutlich unterlegen. Würden wir die Tour wiederholen, würde ich dem Conti dennoch den Vorzug geben, da man mit ihm auf Straße auch gut fahren kann, vorausgesetzt, man hält sich bei Kurvenfahrten zurück... dazu aber mehr im Bericht.
Der Abrieb war bei beiden ähnlich hoch, wobei der Conti hinten mehr, der Metzeler dafür vorne mehr Profil verloren hatte. Zum Spritverbrauch: auf Landstraße bei ca. 80 - 100 Km/h haben sich die Kisten nur knapp 3,5 Liter reingetan, Bei Geschwindigkeiten darüber (bis ca. 140 -150) und auf Pistenfahrten im zweiten und dritten Gang waren es rd. 5 Liter.
Es emphielt sich, die hintere Radabdeckung vor dem Trip abzumontieren. An beiden Maschinen hat das Dingen nicht durchgehalten. Bei mir ist es ganz abgerissen, bei Marcus´ Maschine hat eine Überprüfung unterwegs gezeigt, dass bei ihm auch schon einige Risse drin waren.
Die Blinker waren ein weiterer Schwachpunkt. Man sollte überlegen, ob man sich vorher "Gummiblinker" besorgt, da die werksseitig verwendete Kunststoffaufhängung das erste ist, was bei einem Umfaller/Sturz kaputt geht. Desweiteren empfhielt es sich zu überlegen, ob man der Maschine nicht einen Sturzbügel zum Schutz des Wasserkühlers gönnt. Bei unseren Umfallern ist zwar nichts passiert, mit Bügel wäre ich aber "beruhigter" unterwegs gewesen. Sorge machte uns ebenfalls der Ständer: der Seitenständer bot zwar auch im Sand einen guten Halt (wir kamen durchweg auch im Sand ohne Unterlage aus), bei einer Reifenpanne hätten wir aber aufgrund des Fehlens eines Hauptständers zwecks Radausbau ziemlich alt ausgesehen. Um an den Luftfilter zu kommen benötigt man einen Schraubenzieher, der in dem Original-Werkzeugsatz nicht enthalten ist.
Ansonsten taten die Kisten das, was sie sollten: sie liefen und liefen und liefen ...


Straßen

Das Straßennetz in Tunesien ist weit entwickelt. Das dürfte so auch in jedem Reiseführer stehen und somit nichts Neues sein. Grobe Schäden oder gar Schlaglöcher sind, wenn überhaupt, sehr selten. Zum überwiegenden Teil handelt es sich um sog. "Killerasphalt": der sehr grobe Belag belastet die Reifen deutlich mehr als hierzulande und fördert den Abrieb ungemein. Vorsicht bei einsetzender Nässe!


Polizeikontrollen

Kontrollstellen gibt es reihenweise, in jedem größeren Ort und auch außerhalb. Wir sind allerdings nie angehalten worden, auch wenn wir manchmal "ein bischen" zu schnell fuhren. In geschlossenen Ortschaften sind max. 50 Sachen erlaubt. Die 50er-Zonen fangen jedoch schon meist weit vor den Orten/Städten an und man ist leicht geneigt, ein "klitzekleines bischen" schneller zu fahren. Meist sind die Kontrollstellen dann nicht mehr weit ...
Die Polizei ist fahrtechnisch gut ausgerüstet, teilweise auch zweirädrig mit "dicken" Yamaha Straßenmaschinen.


Bleifrei

Da in unseren BMW ein Kat eingebaut war, mußten wir sehen, dass wir an bleifreien Sprit kamen. Das war aber im ganzen Land nie ein Problem. In jedem größeren und auch in den meisten kleineren Orten gibt es bleifreies Benzin zu tanken. An den Hauptstrecken gibt es häufig auch zwischen größeren Orten noch wieder Tankstellen. Wir hatten nur eine dabei, die noch keine Zapfsäule mit dem Aufdruck "sans plomb" hatte. Ausnahme ist Ksar Ghilane, dort gab es kein bleifrei. Ein Liter Sprit kostete uns 0,77 TD (rd. 50 Cent).


GPS

Es wurde bei der Einreise kontrolliert/nachgefragt, ob man ein GPS-Gerät dabei hatte. Wenn ja, hätte man es (zeitaufwendig) registrieren lassen bzw. beim Zoll abgeben müssen. Es gibt wohl eine neue Vorschrift. Wer angibt, kein GPS-Gerät mit sich zu führen, sollte natürlich auch entsprechende Halterungen am Lenker abbauen ... ;-)
Ansonsten: bewegt man sich auf den Straßen, benötigt man kein GPS. Beschilderungen sind ausreichend vorhanden. Will man Pistenbeschreibungen folgen, kommt man ohne GPS nur schlecht, meistens aber gar nicht zurecht. OK, diese Info dürfte keinen überraschen, der irgendwann einmal vor der Tour ein bischen nachgedacht hat. Ich schreib´s auch nur der Vollständigkeit halber hier hin.


Internet/GSM

Internetcafes sind recht rar und meist nur in größeren Städten anzutreffen. Und auch dort muß man noch häufig längere Zeit suchen/sich bei den Einheimischen durchfragen. Die Kosten der Nutzung sind durchweg gering (ca. 1 TD/Stunde). Das Handynetz ist weit ausgebaut und auch im dünn besiedelten Süden außerhalb der Städte zumeist noch verfügbar. Auf der Pipelinepiste bzw. in Ghilane war jedoch kein Empfang mehr (zum Sperrgebiet kann ich nichts sagen, da wir nicht dort waren).


Bei Rückfragen


Falls Ihr noch Fragen/Kommentare/Anregungen habt: auf meiner Kontaktseite unter www.rettet-klaus.de findet Ihr meine Emailadresse.